piraten

Der C64 hatte die Spielzimmer der Jugendlichen erobert, da geschah es, dass ein Spiel die Leute zu fesseln begann, wie kaum ein anderes nach ihm – Pirates!
Wochen- wenn nicht gar monatelang war man als Pirat in der Karibik unterwegs, duellierte sich mit anderen Kapitänen, kaperte Schiffe, plünderte Städte und suchte nach versteckten Goldschätzen.

Die Faszination dieses Spiels hielt bis heute an. Nun endlich – mehr als ein Jahrzehnt nach dem Erscheinen des ursprünglichen Pirates! beschert die deutsche Softwareschmiede Ascaron dem Möchtegernpiraten von heute ein ähnliches Spiel: Piraten – Herrscher der Karibik. Ob das Spiel mehr als nur ein Remake eines genialen Oldies ist oder besser in einer Seekiste auf dem Meeresgrund ruhen sollte – der folgende Test wird es zeigen.

Wir sind Piraten!

piraten der karibik

Die Augenklappe liegt parat, der Säbel ist gewetzt, der Rum steht bereit. Nach einer problemlosen Installation können endlich die Segel gesetzt werden. Im Auswahlmodus sucht man sich Nation und Startzeitpunkt heraus und sticht in See. Man startet immer als junger, unerfahrener Pirat mit einem kleinen Schiff und einer handvoll gieriger Piraten als Crew. Die wollen auch möglichst schnell Beute sehen, denn sonst setzen sie einem schnell das Messer an die Kehle und bitten ihren Kapitän, auf hoher See über die Planke zu gehen. Aber so weit soll es ja erst gar nicht kommen.

Mit ein paar Kanonen an Bord macht man sich auf die Jagd – entweder nach Piraten oder den Schiffen anderer Nationen. Trifft man auf ein Schiff, hat man die Wahl, ob man den anderen Kapitän ignorieren, grüßen oder angreifen will. Im letzteren Fall wechselt die Sicht von der Seekarte hin zu einen vergrößerten Ausschnitt der Seekarte. Nun kann man sein Schiff in die Schlacht steuern. Man hat die Wahl: entweder den Gegner mit schweren Kanonenkugeln auf den Meeresgrund schicken, die Mannschaft dezimieren und das Schiff entern oder dem Gegner den Mast samt Takelage wegzuballern.

Der Spieler hat vor Beginn eines jeden Kampfes die Auswahl aus einem seiner Schiffe, denn egal wie viele Schiffe man sein Eigen nennt, man darf immer nur mit einem Pott in den Kampf ziehen. Dies ist aber eine sehr sinnvolle Maßnahme, hat man doch alle Hände voll zu tun, dieses Schiff im Wind zu halten und gleichzeitig dem Gegner eine vor den Latz zu ballern.

Hat man die ersten Schiffe gekapert, steigt der Spieler eine von zehn Sprossen auf der Piraten-Karriereleiter nach oben und das Ansehen beim jeweiligen Gouverneur seiner Nation wächst. Dieser versorgt den Spieler mit Aufträgen, wie Spezialeskorten oder der Eroberung ganzer Städte. Dies ist auch die Hauptaufgabe in Piraten – Herrscher der Karibik. Um die Mannschaft bei Laune zu halten, empfiehlt es sich immer etwas zu Essen und ausreichend Rum an Bord zu haben. Von Zeit zu Zeit führt aber kein Weg daran vorbei, die Beute mit seinen Spießgesellen zu teilen. Nur so kann man die Mannschaft von der Meuterei abhalten.

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